Menu

Blog
SK EN FR DE
DEN KALENDER DES RATSVORSITZES
HERUNTERLADEN
post
12.07.2016
Umwelt
Pressemitteilungen

Immer mehr Europäer erleben einen Mangel an Wasser; Die Minister fordern eine gemeinsame Lösung

Bratislava (12. Juli) - Der Klimawandel und damit verbundene abwechselnde Perioden von Überschwemmungen und Dürre waren die wichtigsten Themen der Ministerkonferenz zum Thema Wasser und des informellen Treffens des EU-Umweltrates.

Die Debatte hat deutlich gezeigt, dass jedes EU-Land dieses Phänomen unterschiedlich erlebt. Einige Staaten leiden unter langanhaltender Dürre, andere unter häufigeren Überschwemmungen, und wieder andere erleben beide Arten dieser Extremereignisse. Das Mittelmeer beispielsweise erfährt eine immer länger andauernde Wasserknappheit, und gemäß einigen Prognosen besteht das Risiko, dass die Region mit einem afrikanischen Klimaszenario konfrontiert wird. Bis zu 70 Millionen Europäer sind in den Sommermonaten von Wasserproblemen betroffen und dieser Trend wird sich noch dramatisch verschlimmern. Knappheit wird bereits in Nordeuropa wahrgenommen, während die baltischen Staaten von häufigen Überschwemmungen betroffen sind. Die EU gibt 5 Mrd. EUR pro Jahr aus, um die Folgen von Überschwemmungen zu beseitigen und 3 Mrd. EUR, um die Dürreschäden zu behandeln. Nach der Beurteilung der Europäischen Kommission werden diese Kosten steigen.

Obwohl die Probleme der einzelnen Länder spezifisch sind, forderten die Minister, die Festlegung von klaren gemeinsamen europäischen Zielen im Kampf gegen den Klimawandel, auch wenn es in diesem Fall keine universelle Lösung gibt.

„Wasser können wir nicht als selbstverständlich betrachten, seine Ressourcen sind begrenzt und die Nachfrage steigt. Wir müssen es mehr schätzen. Auch wenn es nicht so scheint, betrifft es uns alle, weil ein Mangel an Wasser viele Risiken mit sich bringen kann, einschließlich sozialer Instabilität. Es gilt keine Zeit zu verlieren. Wir müssen einen gemeinsamen, europäischen, flexiblen und nachhaltigen Zugang zum effektiven Wassermanagement finden,“ sagte Umweltminister László Sólymos auf einer Pressekonferenz am Dienstag, den 12. Juli. Der Umweltminister hat das zweitägige informelle Treffen geleitet.

Die Minister einigten sich auf die Notwendigkeit, die Wiederverwendung und Rückgewinnung von Wasser zu verbessern. In der EU ist es möglich, etwa 17% des Wassers zu recyceln, aber dieses Potenzial wird noch immer nicht völlig genutzt. Sie hoben die Notwendigkeit eines besseren Wassermanagements in der Landwirtschaft hervor, da dieser Sektor in Folge von Dürre und des Bevölkerungswachstums am meisten davon verbraucht. Mehrere Minister denken, dass diese Frage nicht nur negative Seiten hat, sondern als eine gute Gelegenheit gesehen werden könnte, neue technologische Lösungen einzuführen. Diese können sich zum Beispiel auf den Transport von Wasser, Innovationen bei Bewässerungssystemen, effizientere natürliche Maßnahmen zur Wasserspeicherung und eine stärkere Einbeziehung von Wissenschaft und Forschung beziehen. Die Beratungen zeigten, dass eine vermehrte Bewusstseinsbildung eine große Rolle bei der Lösung des Mangels an Wasser spielen muss, damit die Menschen lernen, diese gefährdete Ressource besser zu verwalten.

Die Diskussion der Delegierten wird dazu dienen, die Schlussfolgerungen des Rates der Europäischen Union in diesem Bereich vorzubereiten, die zu einer breiteren Debatte über die Form und den Fokus der künftigen EU-Wasserpolitik beitragen sollen.

Die für Klimawandel zuständigen Minister appellierten bei dem Treffen für die frühestmögliche Ratifizierung des Übereinkommens von Paris. Bisher haben dies unter den EU-Ländern nur Frankreich und Ungarn gemacht. „Ich bin froh, dass wir uns alle nicht nur der prozeduralen, sondern auch der politischen Bedeutung einer raschen Ratifizierung bewusst sind, damit die Europäische Union im Kampf gegen den Klimawandel auch weiterhin ein führendes Beispiel geben kann,“ merkte László Sólymos an. Er fügte hinzu, dass die Slowakei diesen Prozess bis Ende des Jahres abschließen möchte. Die Sprecher betonten, dass die Umsetzung der Verpflichtungen aus dem Übereinkommen von Paris eine Chance für neue Investitionen und Arbeitsplätze darstellen wird.

Die Delegierten trafen sich am Montag, den 11. Juli, für die Ministerkonferenz zum Thema Wasser und anschließend zum informellen Treffen im Reduta-Gebäude in Bratislava. Das informelle Treffen wurde am Dienstag, den 12. Juli, fortgesetzt, wobei sich die Minister für Energie den für Klimawandel zuständigen Ministern angeschlossen haben. Die Sitzungen fanden zu Beginn der slowakischen Präsidentschaft des EU-Rates statt. Das Thema Wasser ist einer der slowakischen nationalen Beiträge zur europäischen Debatte.

AKTUELLE NACHRICHTEN

25.10.2016
Die Halbzeitbilanz der Ratspräsidentschaft erntet Anerkennung im Europäischen Parlament
Straßburg, 25. Oktober – Ivan Korčok, Staatssekretär des Ministeriums für auswärtige und europäische Angelegenheiten der Slowakischen Republik, sprach vor den Vorsitzenden der Ausschüsse des Europäischen Parlaments und legte die bisherigen Ergebnisse der ersten Halbzeit des Ratsvorsitzes vor.
ERFAHREN SIE MEHR
20.10.2016
EU-Haushaltsplan für 2017: Rat appelliert an EP, aus 2016 die richtigen Lehren zu ziehen
Am 19. Oktober 2016 hat der slowakische Vorsitz des Rates an das Europäische Parlament appelliert, bei der Annahme seiner Abänderungen am EU-Haushaltsplan 2017 den jüngsten Zahlen zur Ausführung des Haushaltsplans 2016 Rechnung zu tragen.
ERFAHREN SIE MEHR
18.10.2016
Erstes Treffen der Östlichen Partnerschaft zu Klima und Umwelt
Luxemburg, den 18. Oktober 2016 - Das bislang erste Ministertreffen der Östlichen Partnerschaft zum Thema Umwelt und Klimawandel fand heute unter Teilnahme des stellvertretenden Umweltministers Norbert Kurilla seitens des slowakischen Ratsvorsitzes und der Kommissare Karmenu Vella und Johannes Hahn statt. Die EU und die Länder der Östlichen Partnerschaft (Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, Georgien, Republik Moldau und Ukraine) verabschiedeten eine Ministererklärung, in der das Engagement zur Förderung der Zusammenarbeit auf dem Gebiet Umwelt, Klima und nachhaltige Entwicklung bekräftigt wird.
ERFAHREN SIE MEHR
18.10.2016
Der EU-Rat für Auswärtige Angelegenheiten zu Syrien und zum Thema Migration
Luxemburg, den 17. Oktober - Die Außenminister der EU-Mitgliedstaaten diskutierten heute in Luxemburg über eine europäische Reaktion auf die sich verschlechternde Lage in Syrien, über längerfristige Maßnahmen zur Bewältigung der Migration und über die Umsetzung der Globalen Strategie für Außen- und Sicherheitspolitik. Die Slowakei wurde auf der regulären monatlichen Sitzung des Rates für Auswärtige Angelegenheiten (FAC) vom Minister für auswärtige und europäische Angelegenheiten Miroslav Lajčák vertreten.
ERFAHREN SIE MEHR
06.07.2016
Rede von Premierminister Robert Fico im Europäischen Parlament
ERFAHREN SIE MEHR
17.10.2016
Notiz: Der slowakische Premierminister Robert Fico sowie der Minister für Arbeit, Soziales und Familienwesen Ján Richter werden am Dreigliedrigen Sozialgipfel in Brüssel teilnehmen
ERFAHREN SIE MEHR
16.10.2016
Notiz: Erstes Treffen der Östlichen Partnerschaft zu Klima und Umwelt
ERFAHREN SIE MEHR
14.10.2016
Notiz: Der Rat „Umwelt“ wird über Klima, Artenvielfalt und Wasser diskutieren
ERFAHREN SIE MEHR
06.10.2016
Notiz: Arbeitnehmerschutz und Jugendarbeitslosigkeit auf der Agenda der EU-Minister für Soziales
ERFAHREN SIE MEHR
23.06.2016
Slovak Presidency Website eu2016.sk
ERFAHREN SIE MEHR
22.06.2016
Accreditation and registration
ERFAHREN SIE MEHR
05.05.2016
Presidency in Figures
ERFAHREN SIE MEHR
19.07.2016
Schlussfolgerungen des Rates zu Venezuela
ERFAHREN SIE MEHR
19.07.2016
Schlussfolgerungen des Rates zur Türkei
ERFAHREN SIE MEHR
19.07.2016
Prioritäten der EU bei den Vereinten Nationen und für die 71. Tagung der Generalversammlung der Vereinten Nationen
ERFAHREN SIE MEHR
19.07.2016
Schlussfolgerungen des Rates zu Afghanistan
ERFAHREN SIE MEHR
+

NACH TYP

ALLE AUSWÄHLEN/MARKIEREN

NACH DATUM

ALLE AUSWÄHLEN/MARKIEREN
von
bis

NACH THEMA

ALLE AUSWÄHLEN/MARKIEREN

NACH LAND

ALLE AUSWÄHLEN/MARKIEREN

NACH DATUM

ALLE AUSWÄHLEN/MARKIEREN
von
bis

NACH TYP

ALLE AUSWÄHLEN/MARKIEREN

NACH DATUM

ALLE AUSWÄHLEN/MARKIEREN
von
bis

NACH THEMA

ALLE AUSWÄHLEN/MARKIEREN