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15.07.2016
Soziale Angelegenheiten
Pressemitteilungen

Europa bereitet sich auf Digitalisierung und Automatisierung der Arbeit vor

Bratislava (15. Juli 2016) - Der Schwerpunkt des informellen Treffens der Minister für Beschäftigung und Sozialpolitik (EPSCO), das vom slowakischen Minister Ján Richter geleitet wurde, lag auf dem sehr aktuellen Thema der neuen sozialen und technologischen Herausforderungen in der Arbeitswelt – und zwar demografischer Wandel, Arbeitsmigration und Digitalisierung. Die Sozialpartner auf europäischer Ebene waren ebenfalls anwesend.

Die Bevölkerung der ganzen Europäischen Union altert, was zwangsläufig die Zahl der ökonomisch produktiven Menschen im Verhältnis zu den wirtschaftlich inaktiven verringert. Diese Tatsache wird die Arbeitsmärkte und Systeme der sozialen Sicherheit auf verschiedenen Ebenen beeinflussen, etwa im Hinblick auf die Verfügbarkeit von Arbeitskräften, die Notwendigkeit neuer Arbeitsqualifikationen oder die Aufrechterhaltung der sozialen Standards in ganz Europa. Alterung setzt zunehmend die sozialen Sicherungssysteme unter Druck, erfordert Nachhaltigkeit der Rentensysteme, mehr Gesundheit und Sicherheitsschutz am Arbeitsplatz und erhöht die Notwendigkeit der Arbeitsmigration. Sie stellt auch besondere Anforderungen an die Gesundheitspflege.

„Es hat sich herausgestellt, dass der technische Wandel zwei wichtige Auswirkungen nach sich zieht: Einige Arbeitsplätze werden dadurch überflüssig gemacht, da die Arbeit der Menschen durch Roboter ersetzt wird. Zugleich ändern sich die Qualifikationsbedingungen für die Arbeitnehmer in vielen Berufen bzw. es werden neue Berufe geschaffen“.

J. Richter

 

Die EU-Mitgliedstaaten haben bereits auf zahlreiche diese Faktoren reagiert, indem sie systemisch ihre Politik verändert haben. Gerade aus diesem Grund konzentrierten sich die Minister und internationale Experten während der zweitägigen Diskussionen auf Themen und Herausforderungen, die der aktuelle Trend der Digitalisierung und Automatisierung mit sich bringt. Sie besprachen auch die Auswirkungen dieses Trends auf den weltweiten und europäischen Arbeitsmarkt. Die Teilnehmer der Debatte einigten sich darauf, dass gerade diese Phänomene zu wichtigen neuen Veränderungen für Unternehmen und Mitarbeiter führen werden. Daher ist es notwendig, diese Entwicklung zu erfassen und sich dafür auf europäischer und nationaler Ebene vorzubereiten. Bei diesem Prozess spielen wiederum Sozialpartner, Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die in der Arbeitsweltrealität immer noch eine Schlüsselposition innehaben, eine entscheidende Rolle.

 

„Es hat sich herausgestellt, dass der technische Wandel zwei wichtige Auswirkungen nach sich zieht: Einige Arbeitsplätze werden dadurch überflüssig gemacht, da die Arbeit der Menschen durch Roboter ersetzt wird. Zugleich ändern sich die Qualifikationsbedingungen für die Arbeitnehmer in vielen Berufen bzw. es werden neue Berufe geschaffen“, erklärte der slowakische Minister für Arbeit, Soziales und Familienwesen Ján Richter. Daher ist es erforderlich, zu definieren, welche Berufe es nicht mehr geben wird und welche neu entstehen werden. Darüber hinaus muss man noch feststellen, welche Fertigkeiten und Kenntnisse nicht mehr notwendig sein werden, weil die Arbeit auch Roboter und Computer-Systeme erledigen können, und welche wiederum die Arbeitnehmer erlernen müssen, um die neue Technik beherrschen zu können.

Ein gemeinsamer Ausgangspunkt für die Diskussion war die Tatsache, dass die Digitalisierung und Automatisierung keine Fragen der Zukunft sind, sondern schon heute existieren. Es gibt keine Möglichkeit, diese Entwicklung zu stoppen, vielmehr ist es notwendig, ihre Gesetzmäßigkeiten und Funktionsweise richtig zu verstehen. Um die Prozesse der technologischen Innovation zu beherrschen, müssen wir im Detail analysieren, was für Auswirkungen ihre Umsetzung auf die Arbeitsbeziehungen, Arbeitsbedingungen, sozialen Sicherungssysteme und auch auf die Bildungsprozesse und Fertigkeiten haben wird.

„Es ist wichtig, Investitionen in Fertigkeiten zu erhöhen. Mit diesen Fertigkeiten haben Menschen eine bessere Chance, auf dem neuen Arbeitsmarkt eine Stelle zu finden und diese zu behalten. Aus diesem Grund hat die Europäische Kommission das Programm „Neue Fertigkeiten für Europa“ verabschiedet“, erklärte Marianne Thyssen, die EU-Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität.

Die Diskussion über Automatisierung wurde den Ministern durch Einblick in die Praxis erleichtert – nämlich durch die Besichtigung eines modernen automatisierten Arbeitsplatzes in der größten slowakischen Süßwarenfabrik Pečivárne Sereď, I.D.C. Holding, a.s. Die Süßwarenfabrik ist ein anschauliches Beispiel für die Einführung neuer Technologien auf dem Arbeitsplatz und die praktische Demonstration ihrer Auswirkungen auf die Beschäftigung und sich ändernde Anforderungen an Fertigkeiten.

Am Freitag setzten die Minister für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten ihre Diskussion fort, wobei vor allem die Migration hochqualifizierter Arbeitskräfte und deren Auswirkungen auf die Zukunft des Arbeitsmarktes in Europa im Vordergrund standen. Gemäß neuester Daten aus dem „Europäischen Monitor für offene Stellen“ erreicht die Beschäftigung wieder das Vorkrisenniveau, jedoch mit deutlichen Unterschieden zwischen den Mitgliedstaaten. Darüber hinaus ändert sich die Qualität der Beschäftigung, was die Aufmerksamkeit der politischen Entscheidungsträger und aller Sozialpartner verdient. Eine der Folgen der Veränderungen in der Beschäftigungsstruktur ist es, dass immer mehr Leute in einem Teilzeitarbeitsverhältnis stehen oder einer vorübergehenden Beschäftigung nachgehen, wodurch ihr sozialer Status geschwächt wird.

„Die technologische Entwicklung bringt unerwartete Herausforderungen mit sich. Neue Formen der Arbeitsverhältnisse, wie Verträge für „Null-Stunden“ und eine Arbeit „auf Abruf“, „Crowd Work“ oder „kollaborative Wirtschaft“ erfordern mehr Flexibilität seitens der Arbeitgeber. Sozialer Schutz der Arbeitnehmer darf nicht im Interesse der Flexibilität geopfert werden“, erklärte der slowakische Minister Ján Richter abschließend.

Die informellen Treffen der Minister für Beschäftigung und Sozialpolitik haben die Aktualität der gemeinsamen Themen, die von den Mitgliedstaaten aufgebracht wurden, bestätigt und eine geeignete Grundlage für die Suche nach gemeinsamen europäischen Lösungen geschaffen.

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